„Solidarität made in Geislingen“

Seit zehn Jahren unterstützt der Freundeskreis Uganda e.V. eine Klinik im ländlichen Südosten des afrikanischen Landes. In einem Spendenmarathon überbrachte der Vorsitzende des Geislinger Vereins, Tim Zajontz, nun ein geländegängiges Ambulanzfahrzeug von Südafrika nach Uganda.

koi – Das neue Geislinger Stadtmagazin, Ausgabe 93, Februar 2018

Im Einzugsgebiet der Musichimi-Klinik leben rund 6.000 Menschen in weit zersiedelten Dörfern. Ein motorisiertes Fahrzeug besitzt hier niemand. In der Gegend gibt es weder geteerte Straßen noch öffentliche Transportmittel. Vor allem in den Regenzeiten werden die Pisten teils unpassierbar. Das nächstgelegene, größere Krankenhaus für Überweisungen schwerer Fälle ist 80 Kilometer entfernt. Wie untragbar der Zustand geworden war, berichtete Pfarrer Vincent Ndanda, Projektverantwortlicher der Musichimi-Klinik, zuletzt im Januar der Mitgliederversammlung des Freundeskreises Uganda. Ein Forschungsaufenthalt des Geislingers Tim Zajontz im südlichen Afrika eröffnete nun die Möglichkeit, in Südafrika kostengünstig ein Allrad-Fahrzeug anzuschaffen und dieses nach Uganda zu überbringen. Während seiner siebenmonatigen Reise von Südafrika über Namibia, Sambia und Tansania berichtete Zajontz regelmäßig auf der Facebook-Seite des Vereins von den Begegnungen und Erlebnissen der „Musichimi-Ambulanz“. So kamen Spenden für das Ambulanzfahrzeug zusammen.

Ende letzten Jahres erreichte die Musichimi-Ambulanz ihren Bestimmungsort. Für den letzten Streckenabschnitt vom tansanischen Dar es Salaam zur Klinik gesellte sich mit Vorstandsmitglied Thomas Lamparter ein Beifahrer aus der Heimat dazu. Mit im Gepäck hatte er passende Beklebungen für das Fahrzeug, die Designer Chris Pollak und Werbetechniker Wolfgang Kruszek gesponsert hatten. „Solidarität made in Geislingen“, nennt Zajontz das.

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