Streben nach Gerechtigkeit endet in Blutbad

Der Film "Miners Shot Down" erzählt von einem Streik in Südafrika.
Der Film „Miners Shot Down“ erzählt von einem Streik in Südafrika.

In der Reihe „Interkulturelle Wochen“ lädt der Freundeskreis Uganda am Sonntag zur Vorführung des Films „Miners Shot Down“ in die Rätsche ein.

GEISLINGER ZEITUNG

Der Emmy-prämierte Dokumentarfilm „Miners Shot Down“, den der Freundeskreis Uganda in der Veranstaltungsreihe „Interkulturelle Wochen“ am Sonntag um 19.30 Uhr in der Geislinger Rätsche zeigt, handelt vom Streik für bessere Löhne in Südafrikas größter Platin-Mine. Er ist als Marikana-Massaker in die Geschichtsbücher eingegangen, der das Land am Kap für immer veränderte.

„Das Blut eines Bohrhauers unterscheidet sich nicht von dem eines Managers“, ruft Streikführer Tholakele Dlunga seinen Mitstreikenden im Sommer 2012 zu. Minenarbeiter der Platinum-Mine Lonmin in Marikana, Südafrika, hatten sich zum Streik für höhere Löhne versammelt. Sechs Tage später endet ihr Streben nach Gerechtigkeit in einem Blutbad: Bei einem Großeinsatz der Polizei werden über 100 Streikende niedergeschossen, 34 sterben. Erinnerungen an die Massaker während der Apartheid werden wach. Wie konnte es so weit kommen, wer sind die Verantwortlichen, fragt Regisseur Rehad Desai. Ein schmerzhafter Einblick in die Machtverhältnisse der jungen, hoffnungsvollen Demokratie Südafrika 20 Jahre nach dem Ende der Apartheid.

Der Film wird in Original-Sprachen mit deutschen Untertiteln gezeigt. Eine Einführung in die Thematik des Films und in entsprechende globale Zusammenhänge wird der Vorsitzende des Freundeskreises Uganda, Tim Zajontz, geben. Der Geislinger beschäftigt sich als Doktorand an der Universität von St. Andrews mit politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen im südlichen Afrika. Zajontz lebte längere Zeit in Südafrika und ist dort Gastdozent an der Universität von Stellenbosch. Der Eintritt zur Filmvorführung ist frei.

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