{"id":341,"date":"2012-09-22T15:13:13","date_gmt":"2012-09-22T13:13:13","guid":{"rendered":"https:\/\/freundeskreis-uganda.de\/?p=341"},"modified":"2018-06-07T14:06:32","modified_gmt":"2018-06-07T12:06:32","slug":"klinik-und-schweinezucht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/freundeskreis-uganda.de\/index.php\/2012\/09\/22\/klinik-und-schweinezucht\/","title":{"rendered":"Klinik und Schweinezucht"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_789\" aria-describedby=\"caption-attachment-789\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-789 size-medium\" src=\"https:\/\/freundeskreis-uganda.de\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/gz-aktion2-300x196.jpg\" alt=\"Der Geislinger Tim Zajontz zusammen mit Roy Mwesigwa vor einem Schweinestall der Frauengruppe \u0084Faith and Love\u0093 im ugandischen Jinja.\" width=\"300\" height=\"196\" srcset=\"https:\/\/freundeskreis-uganda.de\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/gz-aktion2-300x196.jpg 300w, https:\/\/freundeskreis-uganda.de\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/gz-aktion2-768x502.jpg 768w, https:\/\/freundeskreis-uganda.de\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/gz-aktion2.jpg 811w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-789\" class=\"wp-caption-text\">Der Geislinger Tim Zajontz zusammen mit Roy Mwesigwa vor einem Schweinestall der Frauengruppe \u0084Faith and Love\u0093 im ugandischen Jinja.<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Bei der GZ-Weihnachtsaktion wurde auch der Geislinger Freundeskreis Uganda bedacht. Dank der Spenden verbucht der Afrikaverein erste Erfolge, wenngleich die Lage vor Ort alles andere als einfach ist.<\/strong><\/p>\n<p><em>GEISLINGER ZEITUNG<\/em><\/p>\n<p>Die globale Wirtschaftskrise trifft nicht zuletzt Entwicklungsl\u00e4nder hart. Auch in Uganda leidet die Bev\u00f6lkerung zunehmend unter den steigenden Nahrungs- und Treibstoffpreisen. Trotz der anhaltend schwierigen sozialen und wirtschaftlichen Situation in dem Land am Viktoriasee, hat der Geislinger Freundeskreis Uganda Erfreuliches zu berichten. Im Rahmen der letztj\u00e4hrigen GZ-Weihnachtsaktion &#8222;Gemeinsam gehts besser&#8220; bekam der Verein \u00fcber 10 000 Euro, die nun in Uganda f\u00fcr &#8222;Hilfe zur Selbsthilfe&#8220; eingesetzt werden &#8211; etwa in der Musichimi-Klinik.<!--more--><\/p>\n<p>&#8222;Die Klinik ist hier die einzige medizinische Einrichtung weit und breit&#8220;, erl\u00e4utert Pfarrer Vincent Ndanda, der Ende der 1990er Jahre in Eigeninitiative eine Krankenstation im l\u00e4ndlichen S\u00fcdosten Ugandas aufgebaut hat. Das Partnerprojekt des Geislinger Freundeskreises versorgt heute t\u00e4glich rund zwei Dutzend Patienten aus der Umgebung, vor allem bei verschiedenen Infektionskrankheiten oder aber Problemgeburten. Au\u00dferdem wird Gesundheitsprophylaxe durch Impfungen und Aufkl\u00e4rung betrieben. Zur eigenst\u00e4ndigen Finanzierung der Klinik hat Ndanda vor einiger Zeit ein Wohnungsbauprojekt gestartet. Der Pfarrer will in der etwas entfernten Stadt Mayuge mehrere H\u00e4user errichten, um diese anschlie\u00dfend zu vermieten. Mit den Mieteinnahmen sollen die laufenden Kosten der Musikheim-Klinik gedeckt werden. Dies ist bisher nur durch Spenden aus dem Ausland m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Dank eines Teils der Spenden aus der GZ-Weihnachtsaktion konnte nun der Rohbau samt Dach des ersten Mietshauses mit zwei Wohnungen fertiggestellt werden. Schon Anfang n\u00e4chsten Jahres sollen die ersten Mieteinnahmen der Klinik zugute kommen. &#8222;Die schwierige wirtschaftliche Lage in Uganda hat nat\u00fcrlich auch Auswirkungen auf die von uns gef\u00f6rderten Projekte&#8220;, sagt der Geislinger Thomas Bopp, Vorsitzender des Freundeskreises Uganda. Mit der F\u00f6rderung des gemeinn\u00fctzigen Wohnungsbauprojektes wolle man daher die Einnahmenseite der Klinik dauerhaft stabilisieren und auf eigene Beine stellen, so Bopp.<\/p>\n<p>Ein weiteres Partnerprojekt des Geislinger Vereins, das inzwischen von den GZ-Geldern profitiert hat, ist die Frauengruppe &#8222;Faith and Love&#8220; (Glaube und Liebe). Die Organisation um die Initiatoren Faith und Roy Mwesigwa k\u00fcmmert sich um Frauen jeglichen Alters, viele von ihnen HIV-infiziert, und versteht sich als Plattform zur gegenseitigen Hilfestellung. So hat &#8222;Faith and Love&#8220; unter anderem mit Unterst\u00fctzung des Freundeskreises eine kleine Schweinezucht aufgebaut, die eine langfristige Einnahmequelle f\u00fcr die Frauen darstellt. Die Organisation arbeite dabei wie eine Kooperative, erkl\u00e4rt Tim Zajontz, der stellvertretender Vorsitzender des Freundeskreises Uganda ist und Anfang des Jahres die Frauen vor Ort besucht hat (wir berichteten). &#8222;Jeder hilft nach seinen F\u00e4higkeiten mit und der Gewinn aus dem Verkauf der Tiere wird unter den Frauen aufgeteilt&#8220;, berichtet Zajontz. Ein Teil der Einnahmen aus der Zucht komme jedoch auch der Organisation selbst zugute, um Kosten der Vereinsarbeit zu decken. Mit dem Bau eines weiteren Schweinestalls habe man damit auch die finanzielle Eigenst\u00e4ndigkeit der Organisation st\u00e4rken k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Spenden der GZ-Leser kamen dar\u00fcber hinaus einer weiteren Initiative der Frauengruppe zugute. So konnte der Verein in ein Geb\u00e4ude investieren, das schon bald als Ausbildungsst\u00e4tte f\u00fcr die Frauen dienen soll. In dem Haus soll den Frauen unter anderem N\u00e4hen beigebracht werden. &#8222;Vor allem den J\u00fcngeren in der Gruppe wollen wir mit dieser Initiative die Chance auf eine Ausbildung sowie ein eigenes kleines Einkommen erm\u00f6glichen&#8220;, sagt Faith Mwesigwa, die die Frauengruppe ehrenamtlich betreut. Zudem verfolge man mit der Ausbildungsinitiative auch soziale Ziele. Mwesigwa: &#8222;Die Frauen k\u00f6nnen so miteinander und voneinander lernen.&#8220; Das st\u00e4rke nicht zuletzt die Gemeinschaft und das Selbstwertgef\u00fchl der Beteiligten. Die Ausbildung soll m\u00f6glichst bald starten. Allerdings m\u00fcssen zun\u00e4chst noch weitere Investitionen in die Ausr\u00fcstung, wie zum Beispiel in weitere N\u00e4hmaschinen, get\u00e4tigt werden. Der Freundeskreis bem\u00fcht sich derzeit um die n\u00f6tigen Mittel.<\/p>\n<p>Der Freundeskreis ist dankbar f\u00fcr die Unterst\u00fctzung. &#8222;Die GZ-Weihnachtsaktion hat es uns dieses Jahr erm\u00f6glicht, als junger und relativ kleiner Verein weit \u00fcber unsere Kapazit\u00e4ten hinaus Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten&#8220;, sagt Tim Zajontz und f\u00fcgt hinzu: &#8222;Gemeinsam geht&#8217;s eben doch am besten.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei der GZ-Weihnachtsaktion wurde auch der Geislinger Freundeskreis Uganda bedacht. Dank der Spenden verbucht der Afrikaverein erste Erfolge, wenngleich die Lage vor Ort alles andere als einfach ist. GEISLINGER ZEITUNG Die globale Wirtschaftskrise trifft nicht zuletzt Entwicklungsl\u00e4nder hart. Auch in Uganda leidet die Bev\u00f6lkerung zunehmend unter den steigenden Nahrungs- und Treibstoffpreisen. 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